Unsere Haut – ein Meisterwerk der Natur
Erstellt: 01.10.2009

Unsere Haut ist ein vielseitiges Sinnesorgan, das viel mehr kann als auf den ersten Blick vermuten lässt. Über die Haut nehmen wir Vibration und Schmerz wahr. Wir können tasten und empfinden Druck- und Temperaturreize. Für alle diese Empfindungen gibt es Fühler, sogenannte Rezeptoren, in unserer Haut. Aber nicht nur das: Das grösste Organ des Menschen ist auch für die Wärmeregulierung zuständig und sorgt für eine gleichbleibende Körpertemperatur. Ausserdem bietet sie einen wichtigen Schutz vor UV-Strahlen, Feuchtigkeitsverlust, Verletzungen und Bakterien.
Die äussere Haut gliedert sich in drei Hauptschichten:
- Oberhaut
- Lederhaut
- Unterhaut
Bei der Oberhaut handelt es sich um eine Schicht, die aus flachen Zellen besteht, welche sich wie eine Pflasterung aneinanderlegen und ineinandergreifen. Die Oberhaut ist üblicherweise zwischen 0,03 bis 0,05 Millimeter, an den Handinnenflächen und den Fusssohlen ist sie aber bis zu mehrere Millimeter dick.
Die Lederhaut besteht vorwiegend aus Bindegewebsfasern und dient der Ernährung und Verankerung der Oberhaut. Talg- und Schweissdrüsen befinden sich unter der Lederhaut. Der in der Schweissdrüse produzierte Schweiss wird von den Poren in die Oberhaut ausgeschieden und dient vor allem der Regulation des Wärmehaushalts. In einigen Körperregionen kommen spezialisierte Schweissdrüsen vor, die auch Duftstoffe absondern.
Die Unterhaut bildet die Unterlage für die darüberliegenden Hautschichten. Sie enthält die grösseren Blutgefässe und Nerven für die oberen Hautschichten sowie das unter der Haut liegende Fett und Bindegewebe. Ebenfalls liegen in der Unterhaut Sinneszellen für starke Druckreize.
Mit zunehmendem Alter werden die verschiedenen Hautschichten dünner. Die Fettschichten nehmen ab, ebenso die Kollagenfasern und die elastischen Fasern.