Sonnenallergie – was steckt dahinter?
Erstellt: 10.06.2010

Es gibt Menschen, die auf Sonneneinstrahlung mit Hautveränderungen wie Juckreiz, Rötungen, Pickelchen oder Bläschen reagieren. Etwa 10 bis 20 Prozent der Bevölkerung leiden an diesen unangenehmen Erscheinungen, die im Volksmund unter dem Begriff der "Sonnenallergie" zusammengefasst werden.
Kaum sind mit dem Frühling die ersten stärkeren Sonnenstrahlen da, können solche Beschwerden auftreten, die im Laufe des Sommers jedoch schrittweise schwächer werden, da sich die Haut an die Strahlen gewöhnt hat. Besonders betroffen sind hellhäutige Personen und Menschen mit empfindlicher Haut. Dahinter stecken verschiedene Erkrankungen, die nicht unbedingt allergische Ursachen haben:
Polymorphe Lichtdermatose (PLD)
Diese Allergie tritt bevorzugt bei hellhäutigen Menschen an Hautpartien auf, die noch nicht an die Sonne gewöhnt sind (Ausschnitt, Schultern, Nacken, Streckseiten der Arme und Beine). Meistens macht sich die PLD mit Quaddeln, juckenden Flecken oder Bläschen bemerkbar. Daher sollten Sie der Haut Zeit lassen, sich an die Sonnenstrahlen langsam zu gewöhnen. Legen Sie sich nicht in die pralle Sonne und verwenden Sie Sonnenschutzprodukte mit hohen Schutzfaktoren.
Mallorca-Akne
Bei dieser Art der Sonnenallergie reagieren die durch das UV-Licht gebildeten Radikale mit fetthaltigen Inhaltsstoffen von Sonnencremes, Körperpflegemittel oder dem körpereigenen Talg. Dadurch wird eine Entzündungsreaktion in den Haarfollikeln ausgelöst. Es entstehen auf der Haut – vor allem Schultern, Brustausschnitt und oberer Rücken – kleine akneartige Pickelchen. Meist sind junge Menschen mit eher fettiger Haut und mit einer Neigung zu Akne betroffen.
Es empfiehlt sich die Verwendung von Sonnengelen mit einem hohen UVA-Lichtschutz und emulgator- sowie fettfreie Sonnenschutzgele. Zudem sollten auch andere Kosmetikprodukte wie After-Sun-Lotionen und Hautcremes fett- und emulgatorfrei sein – zumindest in der Urlaubszeit. Achtung: Der Zusatz "Hypoallergen" auf der Packung bedeutet nur, dass die Inhaltsstoffe auf ihr eigenes Allergiepotenzial getestet wurden. Wichtig sind Angaben wie fettfrei oder Gel.
Photoallergische Reaktionen
Gewisse Stoffe oder andere Einflüsse bilden durch Reaktion mit dem Sonnenlicht Abbauprodukte, die Allergien oder Hautverfärbungen auslösen können.
So kann nicht nur die Einnahme von Medikamenten zu solchen Erscheinungen führen, sondern auch der Kontakt mit manchen Pflanzen (Sellerie, Petersilie, Zitrusfrüchte, Saft des Feigenbaums, Bärenklau) kann photoallergische Reaktionen hervorrufen. Auch Parfüms oder sogar einige unparfümierte Cremes können beim Sonnenbaden Allergien auslösen. Betroffen sind vor allem Körperstellen, die der Sonne direkt ausgesetzt sind wie Gesicht, Hals, Nacken, Hände und Arme.