Als Haut (lat. cutis oder derma) wird die äussere Bedeckung der ganzen Körperoberfläche von Mensch und Tier bezeichnet.
Mit einer Fläche von 1,5 bis 2,0 m² (je nach Körpergrösse und Körperumfang) und einem Gesamtgewicht von bis zu 10 kg ist die Haut das grösste und schwerste Organ des Menschen.
Die Haut besteht aus drei Schichten, die unterschiedlich aufgebaut sind: Oberhaut (Epidermis), Lederhaut (Corium) und Unterhaut (Subcutis).
Die Oberhaut besteht aus mehreren Lagen von Zellen. Diese Zellen werden von der untersten Lage – der Keimschicht – laufend neu gebildet. Auf ihrem Weg an die Hautoberfläche platten die Zellen ab und verhornen. In den Zellen der Oberhaut ist auch das Pigment eingelagert – eine mehr oder weniger grosse Menge an braunen Farbkörperchen, die ebenfalls in der Keimschicht gebildet werden.
Die Lederhaut besteht aus einem Geflecht von Bindegewebsbündlen und elastischen Fasern, die von zahlreichen Blut- und Lymphgefässen durchzogen sind. Auch die so genannten Hautanhangsgebilde (Haare, Talgdrüsen, Schweissdrüsen) befinden sich in der Lederhaut – je nach Körperstelle in unterschiedlicher Menge.
Die Unterhaut ist ähnlich aufgebaut wie die Lederhaut und von dieser auch nicht scharf abgegrenzt. Gegen unten lockert sich das Bindegewebe auf; dort lagert sich in traubenförmigen Anordnungen Fettgewebe ab. Diese Fettablagerungen sind von Mensch zu Mensch je nach Geschlecht, Alter, Typus und körperlicher Tätigkeit sehr unterschiedlich ausgebildet.